Moni's Schreibblockade I Monika Frauendorfer

Moni’s Schreibblockade

Ist Homeschooling eine Ausrede für’s “nicht Schaffen?”

Die letzten Tage hatte ich wieder meine klassische Moni-Schreib-Blockade. Ich stehe morgens im Bad und bin total inspiriert, tausend Dinge und Formulierungen fallen mir ein. Und dann: Wird der kreative Fluss jäh vom Alltags-Familien-(Homeschooling)-Morgen durchbrochen. Wenn ich dann wieder Zeit habe, sitze ich vor meinem Bildschirm, starre hinein und mir fällt nichts ein. Mache dann alles, aber nicht Schreiben. 

Das ist mir letzte Woche so krass aufgefallen, weil ich nicht nur diesen Blogartikel schreiben wollte, sondern auch zwei Elternbriefe für Bewerbungen für eine neue Schule für Max verfassen sollte, die etwas aufwändiger sind. 

Jetzt am Ende der Woche herrscht fast gähnende Leere auf meinem Blogblatt.  Die 5-Minuten-Regel (ich fange 5 Minuten an und dann läuft’s) klappte nicht so recht. Das Thema stand fest: “Was sich in 2021 in meinem Business verändern wird”. Und ein paar (schöne) Stichworte haben es auf das Papier geschafft. Woran liegt das, frage ich mich, dass daraus kein Text wurde?

Das Hirn hat nur begrenzte Kapazitäten

Ehrlich gesagt – mich fordert aktuell die Homeschoolingzeiten sehr. Die meiste Kraft wende ich dazu auf, dass der Laden läuft – und den ganzen Druck, der von Außen auf uns einströmt, von den Kindern und mir fernzuhalten. 

Der Bildungsdruck, der Mutter-Eltern-Kinder-Beziehungsdruck, der “Schaffen wir das alles-Druck”. Dabei ist mir wichtig: Ich stelle hier die Maßnahmen nicht grundsätzlich in Frage und möchte damit auch keine “hohes C” Debatte führen und Verschwörungstheoretiker auf die Agenda rufen – dafür habe ich weder die Nerven, noch die Kraft, noch Verständnis. 

Aber was mich zermürbt ist dieser Druck.

Durch Lachen, Bewegung und Selbstironie sich vom Druck befreien, gelingt an manchen Tagen mehr, an Manchen weniger. Mein Motto “spielerisch“ hat sich in “spielend“ gewandelt und wird täglich strapaziert. Denn dieses “dahinter sein“, dass die Kinder “Schritt halten“ können, den “Anschluss“ nicht verpassen, wenn das alles vorbei ist, sitzt doch stets im Nacken. Und dann gibt’s da ja auch noch Ambitionen im Business …

Ist Homeschooling eine “Ausrede” für’s “nicht Schaffen”?

Beim Blick auf die letzten Tage stelle ich fest – ich habe so viel geschafft!

  • Ich habe zwei Kinder unterrichtet (1. + 4. Klasse), eine Ablage-Sortier-Technik-Logistik für das Schulmaterial entwickelt.
  • Ich habe an einem “Team-Starter” Workshop * von Angelique Dujic teilgenommen und meine Teamaufbau-Entwurf erstellt.
  • Ich habe mich mit VA’s Unterhalten, Bewerbungen angeschaut.
  • Ich arbeite mich gerade in das Thema Human Design ein (um mich und meine Kinder besser zu verstehen).
  • Ich feile an meiner Positionierung (ja, das mache ich regelmäßig und aktuell zwischen schriftlicher Multiplikation und Ei,ei-Übungen).
  • Ich habe gekocht, gekellnert, gewaschen, getobt, Schnee geschaufelt …
  • Und ich habe 14 Seiten für zwei Elternbriefe zur Schulbewerbung für Max geschrieben.

… nur halt eben nicht diesen einen Blogbrief. 

Wir tauchen da zusammen gut durch.

Ich bin stolz darauf, wie die Mäuse das machen, wie sie das schaffen, wie wir da zusammen durchtauchen. Und doch, es gibt solche und solche Tage. Belastbarere und weniger belastbare Tage. Und Tage, an denen ich einfach nicht mag – und die Kinder auch nicht. Und ich das so gut verstehen kann. Wir verlangen viel zu viel von diesen kleinen Mäusen, und bekommen selbst auch kaum noch Luft.

Wo ziehe ich die Grenze „Kind, das musst du jetzt machen“ und „weißt was, wir spielen was und lasse es einfach sein“… Da ist er wieder, dieser Druck.

Gsch, gsch, gsch – weg mit dem Druck.

Abschütteln, weg damit. Eigenes Tempo gehen, bei sich bleiben, … Komm, wir machen das jetzt so, wie du bist und wie du es willst und brauchst. Genau du, das darf so sein! Und du bist so, und du bist so. Und das darf so sein.

Hallo, da bist du ja, du Authentizität, du Original, du Schutzzone – Ich bin ich und du bist du – und das ist genau richtig so. 

Hach, wenn das immer so einfach wär wie es sich anhört! Und doch, genau darum geht es! Sich das immer wieder bewusst zu machen, zu üben, herauszufinden, was jetzt das eigentliche, ureigene Bedürfnis ist. Egal, was von Draußen gerade auf einen einströmt.

Und wenn ich mich umhöre weiß ich, dass ich mit all den Gedanken und Gefühlen nicht alleine bin. Bei allem positiven Denken.

Wo wir jetzt wieder beim dem Thema von oben wären.

Warum ist das also gerade so mit der Schreibblockade? Weil etwas anderes in meinem Kopf rumspukte. Und weil ich mir mal wieder selbst den Druck gemacht habe: 1. Das Thema muss es sein. 2. Der Brief sollte letzte Woche fertig sein. Kommt dir bekannt vor? Dann herzlich willkommen in meiner Welt!

Sch* also auf die Schreibblockade

Darum schreibe ich dir das alles jetzt einfach auch direkt und genau so , wie es gerade in meinem Kopf rumspukt. Denn wenn du dir an der ein oder anderen Stelle denkst, “Das könnte aus meinem Leben sein“, dann weißt du, dass du nicht alleine bist. Und vielleicht löst sich dadurch deine Blockade, die dich gerade lähmt. 

Was sich jetzt in 2021 in meinem Business & Leben verändern wird?

Davon erzähle ich dir ein anderes Mal. In jedem Fall freue ich mich schon darauf, wenn die Zeit gekommen ist, darüber zu schreiben und die Ideen mit dir zu teilen. 

Deine Monika

PS: Aber Eines kann ich dir jetzt schon verraten! Der “Markenletter” wird “O-TON”. Mehr dazu in einer meiner nächsten Mails :O)

PPS: Und du kannst ab sofort unter jedem Blogbrief direkt kommentieren! Darüber freue ich mich jetzt sehr, hier von dir zu lesen.

* Persönliche, unbezahlte Empfehlung.

5 Kommentare
  1. Monika Frauendorfer sagte:

    Nachdem diese Funktion für mich neu ist, teste ich hier meine Kommentarfunktion mal selbst. Ich freue mich total, dass sie jetzt existiert und ich hier deine Nachrichten lesen kann.

    Antworten
    • Claudia sagte:

      Herzlichen Glückwunsch liebe Monika!!!🎉 Und 🙏danke für Deine Authentizität 😄
      Irgendwann habe auch ich in meinem Leben gemerkt, dass es anders läuft als geplant 😳 und ich lerne täglich hinzu. Zurückbetrachtet stelle ich immer wieder fest, wenn ich es fließen lasse – läuft es 😄
      Und das ist wunderbar 🙂🙃🙂🙃🙂
      Ich freue mich schon sehr auf Deinen nächsten Kurs!!! 🤩
      Herzlichst
      Claudia 🔅

      Antworten
      • Monika Frauendorfer sagte:

        Liebe Claudia, schön, hier von Dir zu lesen! Go with the Flow ist ein wunderbarer Zustand. Ich weiß nicht, wie es dir dabei geht, aber ich übe täglich – Homeschooling eignet sich dabei hervorragend – man ist ja quasi “dem Flow” der Kinder “ausgeliefert”. 🤣

        Antworten
  2. Monika sagte:

    Liebe Monika,
    vielen Dank für Deine Zeilen!
    Zuerst einmal: Ich habe höchsten Respekt für alle Mamas und Papas, die Ihre Grundschulkinder zu Hause unterrichten UND sich dabei noch im Homeoffice befinden!!! Ihr leistet echt tolle Arbeit!!!
    Und obwohl meine Kinder schon lang erwachsen sind, kenn ich das, wenn mich jetzt andere Gedanken ablenken von Dingen, die ich “eigentlich” erledigen möchte…
    Und dann hat es sich immer als gut und richtig erwiesen, sich auf eines zu konzentrieren…
    Ich wünsch Dir von Herzen, dass Du Dich von dem Druck immer mehr befreien kannst und weiterhin DEINEN Weg gehst als Mama und Solopreneurin – und wenn`s diese besondere Zeit erfordert, dann halt mal mehr als Mama❣️
    … und wie Du selber schreibst: Wenn die Zeit gekommen ist… dann freue ich mich, von Deinen Ideen zu lesen 🤩
    Herzliche Umarmung und pass auf Dich auf🙏
    Monika

    Antworten
    • Monika Frauendorfer sagte:

      Liebe Monika, danke dir für deine Worte! Sich auf “Das Eine” zu konzentrieren ist so schön – wenn man sich darauf einlässt. Homeschooling ist dabei ein wunderbares Übungsfeld 😅 Alles Liebe Monika

      Antworten

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